Abb-Motorsport-Team - Heimrennen

Endlich ist es wieder soweit: Bergrennen Unterfranken, eine feste Größe im KW Berg-Cup Kalender und die vorletzte Station auf den deutschen Bergrennstrecken. Für mich immer ein ganz besonderes Rennen, denn nirgends ist die Anspannung so groß wie bei meinem Heimrennen in Eichenbühl.

Am Freitag sah es noch nach einem verregneten Wochenende aus, Dauerregen erschwerte die Anreise der über 200 Starter. Meist ging ohne Schlepper und Abschleppseil gar nichts mehr! Doch das Wetter sollte dem 47. AvD/GAMSC Bergrennen Unterfranken gnädig sein und so regnete es am Freitagabend die letzten Tropfen!

Trotzdem mussten wir im ersten Trainingslauf im Wald mit noch nasser Strecke zurechtkommen. Auch zum zweiten Lauf waren die Bedingungen durch wenig Gummi und viel Ölbindemittel nicht optimal. Durch die vielen Ausfälle konnte ein dritter Lauf nicht durchgeführt werden, was Christof und mir nicht viel ausmachte. Denn welche Strecke kennt man besser als die, die vor der Haustür liegt.

Am Sonntagmorgen machte ich etwas, das ich in Eichenbühl noch nie gemacht hatte: Eine Stunde vor der Sperrung fuhr ich die 3050 Meter mit dem Roller noch einmal ab, um die letzte zehntel Sekunde zu finden! Das zeigte im ersten Rennlauf gleich volle Wirkung; mit einer 1:32.9 min konnte ich mich knapp hinter Christof (1:32.5 min) setzen. Sehr knapp ging es aber auch von Platz 3 bis 7 zu, nur eine Sekunde trennte Thomas Kohler, Christof Hörnig, Thomas Pröschel, mich und Frank Duscher nach dem ersten Heat. Im zweiten Lauf konnte ich mich mit einer 1:33.0 min nicht verbessern, doch auch die anderen konnten keine neuen Bestzeiten verbuchen. Immer noch war es knapp zwischen Eihö und mir. Im dritten Lauf wurde Christof noch einmal langsamer und verschlechterte sich auf 1:32.8 min. Ich holte noch einmal alles aus meinem VW Schneider Polo heraus, kämpfte in der Zielkurve mit fehlender Traktion und konnte trotzdem meine schnellste Laufzeit fahren: 1:32.8. Das langte jedoch nicht, um mich auf Platz 1 der roten Startnummern zu setzen.

Trotzdem eine sehr gute Leistung. Die drei Läufe mit gerade mal 0,2 sec. Differenz zu fahren, zeigte mir, dass ich meinen zweier Polo voll am Limit bewegt hatte!

Auch mit Platz 2 bei den 1400er 8V und Platz 6 in der Klasse konnte ich wieder genügend Punkte sammeln, um meine beiden dritten Plätze in der Klasse und der 8V-Gesamtwertung zu halten. Viel Boden verlor ich bei der Ravenol Youngster-Wertung: Hier schrumpfte mein Vorsprung auf 26 Punkte!

Somit werden alle drei Endergebnisse für mich bei den letzten beiden Läufen in St. Agatha und Mickhausen entschieden. Den Endspurt gehe ich sehr ehrgeizig an und werde mein Bestmögliches geben, um bei der Siegerehrung im November dreimal auf dem Stockerl zu stehen!

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