Abb-Motorsport Team: Rennen vor heimischem Publikum

Es gibt wieder Neuigkeiten aus dem Abb-Motorsport Team. Anbei befindet sich ein Bericht von Nils Abb über sein 65. Bergrennen:

Bei meinem Heimrennen und insgesamt 65. Bergrennen war natürlich der Ehrgeiz sehr hoch und ich hatte richtig Lust, vor heimischem Publikum alles zu geben. Am Samstag konnten wir in den beiden Trainingsläufen auf Slicks fahren. So setzte ich im 1. Trainingslauf mit einer 1:33.7 schon eine ganz gute Zeit. Im zweiten Lauf wäre es noch einmal schneller geworden, aber mein Ausrutscher über den Grünstreifen in der Honda-Kurve machte dies nicht möglich. Immerhin konnte ich noch einmal eine 1:33.7 fahren. Nach diesen beiden Zeiten blieben für mich der 6. Klassenrang und die drittschnellste 8V-Zeit.

In der Nacht zum Sonntag fing es dann leider an zu regnen, so dass der erste Lauf bei halbtrockener Strecke unter die Räder genommen werden musste. Mit einer 1:33.9 konnte ich aber wieder eine super Zeit fahren, aber auch Marcel Hellberg fuhr eine 1:33.7 und Frank Lohmann schaffte es auf eine 1:33.6. Frank Duscher konnte sich als erster 8-Ventiler mit 1:32.9 absetzen. Zum zweiten Rennlauf ging es bei komplett trockenem Asphalt die 3,05 km lange Strecke hinauf. So änderte sich die Reihenfolge: Marcel fuhr eine 1:33.2 und rutschte so hinter mich, denn ich konnte mit einer 1:32.5 meine schnellste Zeit vom letzten Jahr fahren. Frank Lohmann verlor auch eine Zehntelsekunde auf mich und konnte mit 1:32.6 meine Laufzeit nicht unterbieten. Frank Duscher zog mit seinem 1400ccm Polo mit einer 1:30 auf und davon. In Lauf drei wollte ich noch einmal alles geben; während der Rückführung spornte mich Eichenbühl noch einmal an. Nach einem Regenschauer ging ich auf Nummer sicher und wechselte nach langem Hin- und Her-Überlegen auf Regenreifen, was aus der Gruppe H/E1 jeder machte außer Marcel, der auf Slicks blieb! Jetzt ging es um Platz 5 in der Klasse und Rang 2 bei den Roten Startnummern, mein gesetztes Ziel fürs Heimrennen … Es ging los, der erste Teil der Strecke bis zur Klinge war schon wieder trocken, aber durch die weiche Mischung des Avon Regenreifens war der Grip genial und ich verlor zu meinem Lauf zuvor kaum Zeit. Bei der Anfahrt zur Klinge ließ ich voll stehen, die Reifen fingen schon leicht zu schmieren an. Im Ausgang der Klinge ging mir dann der Grip verloren und ich rutschte in den Grünstreifen, kam aber wieder zurück auf die Strecke. Danach war es vorbei, ich ging in der Honda- und der Zielkurve kein Risiko mehr. Bei 1:38.2 kam die Uhr zum Stehen - zwei Sekunden langsamer als Lohmann und Hellberg. So verlor ich sogar noch einen Platz und kam als Siebter über die Linie. Bei den 8-Ventilern wurde es nur der 4. Rang. Nicht das, was ich mir gewünscht hatte, aber trotzdem war der Beifall bei der Rückführung und Siegerehrung der Hammer. So war das schlechte Ergebnis gleich wieder vergessen.

In der Gesamtwertung zur Deutschen Bergmeisterschaft reichte es trotz der schlechteren Klassenplatzierungen in diesem Jahr für Platz 15.

Was ich beim KW Berg-Cup noch retten kann, entscheidet sich nächstes Wochenende beim Finalrennen 2015 in Oberösterreich beim Bergrennen St. Agatha.

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