Abb-Motorsport Team: Top-3-Platzierung bei den 8V!

Natürlich nutzte ich die Chance, um schon mal die ersten 2,2 km der insgesamt 5,5 km langen Strecke zu erkunden. Viele Zuschauer kamen zu diesem Spektakel mit viel Showprogramm und gaben schon einmal den nötigen Ansporn, um an diesem Wochenende alles zu geben.

Am Samstagmorgen sah erst alles danach aus, auf Regenreifen wechseln zu müssen, da es die ganze Nacht geregnet hatte. Aber durch den starken Wind am Trainingstag war die Strecke bis zu unserer ersten Auffahrt gegen 11 Uhr schon überall trocken. Im ersten Lauf stand erst einmal das Anschauen der Strecke an erster Stelle: Wie ist der Grip? Wo brauche ich welchen Gang? Trotz dieser Erkundungsfahrt konnte ich gleich die zweitschnellste Klassenzeit fahren und lag mit einer 2:53.0 nur 2 sec hinter Armin Ebenhöh zurück. Im zweiten Lauf funktionierte es noch um Einiges besser und ich konnte mich auf eine 2:50.2 verbessern, mit der ich überaus zufrieden als Zweiter in meiner Klasse in den Feierabend ging!

Aber am Sonntag sollten meine Hoffnungen aus dem Trainingsergebnis vollkommen durcheinandergebracht werden. Bei zwei trockenen Läufen wurde es sogar noch richtig eng, um mich überhaupt in der ersten Hälfte des Klassenergebnisses zu halten, aber jetzt der Reihe nach: Ich startete meinen ersten Lauf konzentriert und ausgeschlafen, was sich auf den ersten 4,5 km bemerkbar machte. Ich war vom Gefühl her schneller als im Training, leider ließ sich aber ein Fehler nicht vermeiden. Bei Posten 39 wollte ich in einer schnellen Links in den 5. Gang hochschalten, traf diesen nicht richtig, kam in den Leerlauf, erst beim dritten Versuch war er endlich drin, was wertvolle Zehntel Sekunden kostete. Trotzdem blieb die Uhr bei 2:49.09 stehen. Noch einmal über 1 Sekunde schneller als im Training. Nach dem Aussteigen kam der Dämpfer, denn Armin Ebenhöh (16V) setzte sich weit nach vorne ab (war ja klar), doch überrascht wurde ich von Thomas Pröschel (16V), der mit seinem Polo seine Trainingszeit um 7 Sekunden verbessern konnte auf eine 2:46. Auch Frank Duscher mit seinem neuen 1400-ccm-8V-Motor war nicht zu bremsen und setzte sich ebenfalls mit einer 2:46 weit vor mich und meinen VW Schneider Polo. Dicht hinter mir auf Klassenrang 5 und 6 waren Frank Lohmann und Marcel Hellberg mit jeweils 2:50er Zeiten zu finden. Also nur nicht ausruhen im zweiten Lauf, in dem ich mich trotz größerem Risiko um 0.016 sec verschlechterte auf 2:49.1, was ich mir durch meinen reifenquälenden Fahrstil im unteren Streckenteil selbst zu verdanken hatte, denn auf den letzten 1,5 km der Strecke fingen die überhitzten Reifen an, ihre Haftung zu verlieren, was mich dazu zwang, die Kurven langsamer zu durchfahren.

Am Ende langte es in der Addition aber immer noch für einen guten 2. Rang in der Gruppe H/E1 bis 1400 ccm 8V, hinter einem nicht einzuholenden Frank Duscher. Auf Platz 3 kam Marcel Hellberg, der den Abstand auf mich noch einmal stark reduzierte, Platz 4 ging an Frank Lohmann. Dahinter kamen Markus Hülsmann und Nikolas Dietz ins Ziel. In der Klasse freute ich mich über den 4. Platz. Im Großen und Ganzen bin ich doch ganz zufrieden mit dem Ergebnis und gehe mit Vorfreude in die nur kurze Pause vor dem 48. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen.

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