Bahn verklagt Lufthansa: Verdacht auf Kartellbildung

Die Deutsch Bahn hat sich dazu entschlossen die Lufthansa und 17 weitere Flugesellschaften (darunter auch British Airways und Singapore Airlines) wegen Preisabsprachen bei Frachtaufträgen zu verklagen. Es wird ein Gesamtanspruch von 1,76 Milliarden Euro erhoben. Laut einem Bahn-Sprecher haben sich mittlerweile auch weitere große Unternehmen der Klage angeschlossen.

Der Vorwurf bezieht sich auf Frachtflüge im Zeitraum zwischen Dezember 1999 und Februar 2006, bei denen die Konditionen für Kunden abgesprochen worden sein sollen. Die damaligen Preiserhöhungen wurden mit den gestiegenen Kosten für Treibstoff und erhöhten Sicherheitsmaßnahmen begründet, für die keine Rabatte eingeräumt wurden. Die Deutsche Bahn sieht durch die Absprachen einen Schaden bei ihrer Transporttochter Schenker.

Auch in den USA wurden bereits rechtliche Schritte gegen das Luftrachtkartell eingeleitet. Bereits vor vier Jahren hatte die EU-Komission in Brüssel Bußgelder gegen elf Luchfrachtunternehmen in einer Höhe von 800 Millionen Euro verordnet. Auf Grund der defensiven Haltung der Lufthansa wird mit einem längerem Prozess gerechnet.

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