Knapp am 8V-Podest vorbei

Am Trainingssonntag lief es für mich von Anfang an nicht optimal, ich konnte das Tempo der anderen 8V-Fahrer nicht richtig mitgehen, verschlechterte mich im letzten Trainingslauf sogar. Durch Verstellen des Fahrwerks und Montieren neuer Reifen hoffte ich, ein Rezept zu finden, um mich für das Rennen wieder an die Spitze des 8V-Feldes zu setzen. Was aber gegen Frank Lohman, Sven Koob, Marcel Hellberg und Frank Duscher nicht einfach werden sollte!
Der Montag kam und ich fühlte mich richtig fit und motiviert für den ersten Lauf. Bei bedecktem Himmel und trockener Strecke ging ich auf die Piste und konnte mich nach einem genialen Lauf über eine 1:12.122 min freuen. Das bedeutete Platz 5 in der Klasse und Platz 2 bei den 8-Ventilern hinter Sven, der mit einer 1:12.054 nur ganz knapp vor mir lag. Aber auch mir saßen Frank Duscher (1:12.227), Frank Lohman (1:12.245), Hans-Peter Wiebe (1:12.350, 16V) und Marcel Hellberg (1:12.520) im Nacken. Von Platz 4 bis 9 in der Klasse bis 1400 ccm lagen wir innerhalb von einer halben Sekunde. Wer in den nächsten zwei Läufen einen kleinen Fehler machen würde, würde auf Platz 9 verwiesen.
Also ging ich voll konzentriert an den Start zum zweiten Lauf und hatte im ersten Drittel der Strecke schon ein super Gefühl, mich verbessern zu können; auch der nächste Abschnitt lief super! Dann Anbremsen auf die vorletzte Kurve, plötzlich brach das Heck aus und mein Polo rutschte auf die Innenseite der Strecke. Ich konnte ihn aber abfangen, musste die Rechtskurve spitzer fahren und verlor viel Schwung. Die Uhr blieb auf 1:12.7 stehen und ich wurde auf Platz 9 und die 5. Platzierung bei den roten Startnummern zurückgereicht. Der Grund dafür, warum mein Auto ausgebrochen war, war im Fahrerlager schnell gefunden: Auf dem beim Anbremsen belasteten Hinterrad waren 0,5 bar weniger Luft. Durch ein Loch in der Lauffläche, wahrscheinlich durch einen spitzen Stein, konnte die Luft entweichen. Tja, das ist wohl schlecht gelaufen.
Das Loch war schnell geflickt und wir bereiteten uns auf den letzten Lauf vor, als es anfing, wie aus Eimern zu regnen! Eine halbe Stunde später war wieder alles vorbei. Aber die Strecke würde ewig brauchen, um abzutrocknen! Der Reifenpoker ging also wieder los. Kurz vor unserem finalen Lauf entschied ich mich, auf Slicks zu bleiben. Was auch die richtige Entscheidung war, denn auf der nur noch leicht feuchten Strecke langte es mir für eine 1:13.4 min. Damit  war ich der Fünftschnellste in der Klasse und Zweiter bei den roten Startnummern. Leider reichte es in der Addition nur, um auf Platz 8 nach vorne zu fahren und Platz 4 in der 8V-Wertung.
Leider endete mein zweites Rennen in der diesjährigen Saison auch nicht unter den Top 3, aber ich bin soweit sehr zufrieden - für den platten Reifen kann ich ja auch nichts.
In Schotten wird wieder angegriffen.
 

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