Zukunftsperspektiven für junge Flüchtlinge

Vom 15. bis 19. August 2016 veranstaltete die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main gemeinsam mit der Pittler Pro Region Berufsausbildung GmbH in Langen ein Berufsorientierungscamp für junge geflüchtete Menschen. 40 Teilnehmer testeten in der Woche ihre Fähigkeiten im technischen Bereich.

IHK-Referentin Jana Maria Kühnl erklärt: „Das Berufsorientierungscamp diente vor allem dazu, den jungen Menschen die technische Ausbildung näher zu bringen. Die Teilnehmer konnten Fähigkeiten erfahren und erlernen, die später überwiegend in der technischen Ausbildung, beispielsweise zum Industriemechaniker, Elektroniker oder Mechatroniker, gebraucht werden.“

An acht Stationen betreuten Auszubildende und Ausbilder von Pittler Pro Region die Teilnehmer, die darüber hinaus Einblicke in die Werkstatt und die tägliche Arbeit bekamen. „Es macht einen riesen Unterschied, ob ich im Rahmen einer Ausbildungssprechstunde verschiedene Berufe vorstelle oder ob die Menschen selbst ausprobieren können, was zum Beispiel ein Industriemechaniker macht. Wie sagt man so schön: Probieren geht über Studieren“, meint Kühnl.

Einen großen Teil zum Erfolg des IHK-Berufsorientierungscamps haben die Auszubildenden von Pittler Pro Region beigetragen, die den Flüchtlingen aus erster Hand Informationen gaben. Joshua Regier, Auszubildender als Elektroniker für Betriebstechnik, ermutigte einen Altersgenossen: „Wenn du das willst, dann schaffst du das auch.“ Patrick Nietzold, Auszubildender als Elektroniker für Gebäude und Infrastruktur, packte kurzerhand seinen Berufsschulordner aus, als Hasibulla Aslami aus Afghanistan wissen wollte, was man in der Berufsschule lernt.

IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner bewertet das IHK-Berufsorientierungscamp als vollen Erfolg und resümiert: „Ich denke, dass wir den Teilnehmern gemeinsam mit Pittler Pro Region in dieser Woche einige Zukunftsperspektiven eröffnet haben. Wir können uns gut vorstellen, das Camp erneut für junge Flüchtlinge anzubieten und das Konzept auch auf andere Branchen auszuweiten.“

Jeder der Teilnehmer ging mit einem Zertifikat nach Hause, in dem seine Fähigkeiten und Deutschkenntnisse vermerkt wurden. „Jetzt ist es unser Ziel, nach der Wahl des Ausbildungsberufes, gemeinsam einen Ausbildungsplatz zu finden“, erklärt Kühnl.

 

Quelle: IHK Offenbach am Main 

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